Gerebeltes Liebstöckelkraut aus kontrolliert biologischem Anbau — sortenrein, ungemahlen und so kräftig, dass ein Teelöffel einen ganzen Topf trägt.
Liebstöckel (Levisticum officinale) gehört zur Familie der Doldenblütler und ist unter dem Beinamen Maggikraut geläufiger als unter seinem botanischen Namen. Für diesen Artikel wird das Kraut getrocknet und gerebelt: Die Blätter werden von den Stängeln abgestreift und geschnitten, gemahlen wird nicht. Übrig bleiben dunkelgrüne Blattstücke, die ihr Aroma in heißer Flüssigkeit abgeben und dabei sichtbar bleiben.
Liebstöckel ist ein Kraut für alles, was zieht und schmort. Es kommt dorthin, wo Flüssigkeit im Spiel ist — und es braucht wenig Gesellschaft, weil es die anderen Aromen ohnehin anführt.
Kräftig würzig · Selleriartig · Leicht bitter
Ein gestrichener Teelöffel gerebeltes Liebstöckelkraut auf etwa einen Liter Suppe, Brühe oder Schmorflüssigkeit ist ein guter Ausgangspunkt. Nachwürzen lässt sich immer, zurücknehmen nicht — und weil das Aroma alles andere überstimmt, wird nach dem Liebstöckel abgeschmeckt, nicht davor.
Ein Kraut, das man selten nennt und sofort vermisst — ohne Liebstöckel fehlt der Suppe genau das, was sie ausmacht.
Gerebelt bedeutet bei Liebstöckel (Levisticum officinale), dass die getrockneten Blätter von den Stängeln abgestreift und geschnitten, aber nicht gemahlen werden. Übrig bleiben dunkelgrüne Blattstücke, die ihr Aroma langsamer abgeben als Pulver und in klaren Brühen als feine grüne Flöckchen sichtbar bleiben.
Getrockneter Liebstöckel wird etwa im Verhältnis 1 : 3 zu frischem dosiert: Ein gestrichener Teelöffel gerebeltes Kraut entspricht ungefähr einem Esslöffel frisch gehackter Blätter. Beim Trocknen verliert das Kraut sein Wasser, das Aroma bleibt — und liegt dadurch konzentrierter im Löffel.
Liebstöckel lässt sich am ehesten durch Selleriegrün oder die Blätter von Staudensellerie ersetzen — beide gehören wie Liebstöckel zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und bringen eine ähnliche Würze mit. Petersilie ersetzt ihn nicht: Ihr fehlt die bittere, selleriartige Tiefe.
Mehr zu Herkunft, Aroma und Verwendung: Liebstöckel im Gewürzlexikon →
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