Süßholzwurzel als ganze, ungeschälte Stangen – intensiv süß mit anis- und fenchelartiger Note.
Süßholz (Glycyrrhiza glabra) macht seinem Namen alle Ehre: Der Inhaltsstoff Glycyrrhizin süßt rund fünfzigmal stärker als Zucker. Botanisch gehört die Staude zu den Schmetterlingsblütlern und ist damit mit Erbse und Bohne verwandt; zu Hause ist sie im Mittelmeerraum und in Vorderasien. Verwendet wird der unterirdische Wurzelstock, hier als ganze Stangen und ungeschält – anders als bei der Lakritzherstellung, für die die Wurzeln geschält, geraspelt und ausgekocht werden, bis eine dickflüssige schwarze Masse zurückbleibt.
Die Wurzel begleitet die Menschen lange. Im alten Ägypten legte man sie den Toten mit ins Grab – auch in der Grabkammer des Tutanchamun wurde Süßholz gefunden. Und sie steckt bis heute in der Alltagssprache: Wer schmeichelt, raspelt Süßholz. Die Redensart ist seit dem 19. Jahrhundert belegt, verwandte Wendungen wie „Süßholz in den Mund nehmen“ reichen noch weiter zurück – geraspelt wurde die Wurzel dabei durchaus wörtlich.
Süßholz kann etwas, das sonst nur Zucker kann: Es süßt. Anders als Zucker bringt es dabei aber ein eigenes Aroma mit, das an Anis und Fenchel erinnert. In Teemischungen ist es deshalb der klassische Weg, Süße hineinzubekommen, ohne zu süßen.
Süß · Anisartig · Wurzelig
Die Stangen sind hart und holzig – zum Aufgießen werden sie am besten in kurze Stücke gebrochen, damit mehr Schnittfläche entsteht. Wer eine Stange stattdessen kaut, merkt schnell, warum sie früher als Naschwerk galt: Nach einer Weile faserst das Holz auf und gibt die Süße nach und nach frei.
Süß wie fünfzig Löffel Zucker und doch kein Zucker – eine Wurzel, die schon Tutanchamun ins Grab gelegt wurde.
Süßholz ist Glycyrrhiza glabra, eine Staude aus der Familie der Schmetterlingsblütler und damit mit Erbse und Bohne verwandt. Zu Hause ist sie im Mittelmeerraum und in Vorderasien. Verwendet wird der unterirdische Wurzelstock, hier als ganze, ungeschälte Stangen.
Der Inhaltsstoff Glycyrrhizin süßt rund fünfzigmal stärker als Zucker. Deshalb genügt in einer Teemischung schon ein kurzes Stück Wurzel. Anders als Zucker bringt Süßholz dabei ein eigenes Aroma mit, das an Anis und Fenchel erinnert.
Die Redensart Süßholz raspeln bedeutet schmeicheln und ist seit dem 19. Jahrhundert belegt. Geraspelt wurde die Wurzel dabei tatsächlich: Für Lakritz wird der Wurzelstock geschält, geraspelt und mit Wasser ausgekocht, bis eine dickflüssige schwarze Masse zurückbleibt.
Süßholzwurzel schmeckt ausgeprägt süß mit einer Note zwischen Anis und Fenchel, im Nachklang wurzelig und leicht erdig. Glycyrrhizin ist hitzestabil, die Süße bleibt beim Aufgießen also erhalten und tritt sogar deutlicher hervor als beim Kauen der rohen Stange.
Süßholzwurzel enthält Glycyrrhizin, das bei regelmäßigem und höherem Verzehr den Kalium- und Blutdruckhaushalt beeinflussen kann. Für Schwangere und Stillende sowie bei Bluthochdruck, Nieren-, Leber- oder Gallenerkrankungen und bei Kaliummangel ist von der Verwendung abzuraten. Im Zweifel ärztlichen Rat einholen.
Süßholzwurzel wird in kurze Stücke gebrochen, mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen und mindestens 5 bis 10 Minuten ziehen gelassen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt diese Zubereitung für alle losen Kräutertees. Ein kurzes Stück genügt für eine ganze Kanne.
Es gibt noch keine Bewertungen.
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung