Bio-Zitronenverbene, ganze Blätter – die kräftigste Zitrusnote unter den Kräutern, und eine, die auch getrocknet bleibt.
Die Zitronenverbene (Aloysia citriodora Palau) gehört zu den Eisenkrautgewächsen und ist mit Zitrusfrüchten nicht im Entferntesten verwandt – der Duft täuscht. Zu Hause ist der Strauch im subtropischen Südamerika, in Argentinien, Chile, Peru und Uruguay. Nach Europa kam er erst spät: Um 1785 gab der Königliche Botanische Garten in Madrid Samen und Jungpflanzen an Botaniker in Paris und Oxford weiter. Ein Jahr zuvor hatte Antonio Palau y Verdera die Art erstbeschrieben – daher das Kürzel hinter dem botanischen Namen. Im Französischen heißt sie verveine, im Deutschen auch Zitronenstrauch.
In Frankreich gehört die verveine nach dem Abendessen dazu wie bei uns der Kräutertee – nur eben mit sehr viel deutlicherer Zitrusnote. Sie lässt sich überall dort einsetzen, wo auch Melisse passt, allerdings in ganz anderer Menge: Verbene ist um ein Vielfaches kräftiger.
Zitronig · Frisch · Intensiv
Das Aroma sitzt in feinen Öldrüsen auf der Blattoberfläche. Deshalb bleiben die Blätter am besten ganz, bis sie gebraucht werden – erst in der Tasse oder der Kanne zerbröselt, gibt die Verbene ihren vollen Duft frei. Und weil sie so kräftig ist, gilt hier ausnahmsweise: lieber zu wenig nehmen.
Kaum ein Kraut duftet so sehr nach Zitrone – und kaum eines nimmt dieses Aroma so unbeschadet mit ins Trockene.
Zitronenverbene ist Aloysia citriodora, ein Strauch aus der Familie der Eisenkrautgewächse. Mit Zitrusfrüchten ist sie botanisch nicht verwandt, obwohl ihr Duft das nahelegt. Ursprünglich stammt sie aus dem subtropischen Südamerika. Verwendet werden die getrockneten Blätter.
Zitronenverbene schmeckt klar und ausgesprochen kräftig nach Zitrone, ohne die Säure einer Frucht. Getragen wird das Aroma von Citral, ergänzt um Limonen. Die Note ist deutlich intensiver als bei Melisse oder Zitronengras, weshalb wenige Blätter genügen.
Zitronenverbene und Zitronenmelisse gehören zu verschiedenen Pflanzenfamilien: Verbene zu den Eisenkrautgewächsen, Melisse zu den Lippenblütlern. Beide enthalten Citral, doch Verbene deutlich konzentrierter. Verbene ersetzt Melisse geschmacklich, allerdings in erheblich kleinerer Menge, und behält ihr Aroma beim Trocknen deutlich besser.
Zitronenverbene behält ihr Zitrusaroma im getrockneten Zustand ungewöhnlich gut. Darin unterscheidet sie sich von den meisten anderen Zitruskräutern, deren Duft beim Trocknen deutlich nachlässt. Getrocknete Verbene ist deshalb ein vollwertiger Ersatz für frische Blätter und lässt sich das ganze Jahr über verwenden.
Die Zitronenverbene kam Ende des 18. Jahrhunderts nach Europa. Um 1785 gab der Königliche Botanische Garten in Madrid Samen und Jungpflanzen an Botaniker in Paris und Oxford weiter. Erstbeschrieben hatte die Art ein Jahr zuvor Antonio Palau y Verdera.
Zitronenverbene wird mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen und mindestens 5 bis 10 Minuten ziehen gelassen; etwa drei Blätter reichen für eine Tasse. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt diese Zubereitung für alle losen Kräutertees. Die Blätter erst in der Tasse zerbröseln.
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