Bio-Salbei, ganze Blätter – kräftig-würzig und harzig-warm, mit einer Intensität, die sparsames Dosieren zum Teil des Rezepts macht.
Salbei (Salvia officinalis L.) gehört zu den Lippenblütlern und stammt aus dem Mittelmeerraum, wo er an trockenen Hängen wächst und in Gärten kaum Pflege braucht. Hier kommen die Blätter ganz und natürlich getrocknet in die Packung – sie lassen sich im Ganzen mitschmoren und vor dem Servieren wieder herausnehmen. Eine sprachliche Randnotiz: Der englische Name sage führt über altfranzösisch sauge auf lateinisch salvia zurück. Dass sage im Englischen auch „weise“ heißt, ist dagegen reiner Zufall – dieses Wort stammt von lateinisch sapere. Zwei gleich klingende Wörter, zwei völlig verschiedene Wurzeln.
Salbei ist ein Kraut für kräftige Gerichte – er hält Butter, Braten und Schmortöpfen mühelos stand und verliert auch bei langer Hitze nichts von seiner Würze. In der italienischen Küche ist er zu Hause, in der englischen ebenso: Die klassische Zwiebel-Salbei-Füllung für Geflügel kam von dort über den Atlantik und würzt bis heute den Truthahn zu Thanksgiving.
Würzig · Harzig · Warm
Ganze Blätter dürfen von Anfang an mitkochen – Salbei hält Hitze gut aus und gibt sein Aroma über die Garzeit gleichmäßig ab. Wer die Blätter am Stück lässt, kann sie vor dem Servieren einfach herausnehmen. Für einen Aufguss eignen sich die Blätter ebenfalls.
Ein Kraut, das nie im Hintergrund bleibt – wer zu Salbei greift, entscheidet sich bewusst für seinen Geschmack.
Salbei ist Salvia officinalis, ein Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler und damit mit Thymian, Rosmarin und Minze verwandt. Ursprünglich stammt er aus dem Mittelmeerraum, wo er an trockenen, sonnigen Hängen wächst. Verwendet werden die Blätter, hier ganz und natürlich getrocknet.
Getrockneter Salbei schmeckt kräftig würzig mit harzig-warmer Tiefe und einer leicht bitteren Kante. Gegenüber frischen Blättern tritt die harzige Seite stärker hervor, die krautige Frische zurück. Bezogen aufs Gewicht ist getrocknetes Kraut deutlich ergiebiger als frisches.
Salbei passt zu kräftigen Gerichten: Gnocchi und Ravioli in brauner Butter, Saltimbocca aus Kalbsschnitzel und Rohschinken, Bratensaucen, Geflügel und Wild. In England und den USA gehört er in die Zwiebel-Salbei-Füllung für Braten und Truthahn. Zu sehr milden Gerichten passt er dagegen selten.
Der englische Name sage führt über altfranzösisch sauge auf das lateinische salvia zurück. Dass sage im Englischen auch weise bedeutet, ist reiner Zufall: Dieses Wort geht auf lateinisch sapere zurück. Es handelt sich um zwei Wörter mit verschiedenen Wurzeln.
Ganze Salbeiblätter kommen von Beginn an ins Gericht und schmoren mit, weil Salbei Hitze gut verträgt. Vor dem Servieren lassen sie sich am Stück wieder herausnehmen. In heißer Butter kurz ausgebacken werden sie knusprig und bleiben auf dem Teller.
Salbei wird mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen und mindestens 5 bis 10 Minuten ziehen gelassen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt diese Zubereitung für alle losen Kräutertees. Weil Salbei sehr aromatisch ist, reichen wenige Blätter je Tasse.
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