Geschnittenes Mariendistelkraut – ausgesprochen bitter im Aufguss und damit eine Zutat für alle, die kräftige Bitternoten suchen.
Ihren Namen verdankt die Mariendistel (Silybum marianum) einer Legende: Als die Heilige Jungfrau Maria auf der Flucht nach Ägypten einen stillen Ort suchte, um ihr Kind zu stillen, soll die Distel mit ihren Blättern ein schützendes Dach über Mutter und Kind gebildet haben. Einige Tropfen Muttermilch fielen auf die Blätter – seither seien sie weiß gestreift und gefleckt. Daher rühren auch die Namen Frauendistel und Christi Krone. Die Pflanze wird 60 bis 150 Zentimeter hoch und trägt von Juni bis September purpurrote Körbchenblüten; ihre Blätter sind weißlich marmoriert und laufen in gelbe Dornen aus. Verarbeitet wird hier das Kraut, getrocknet und geschnitten.
Bitter ist eine der fünf Grundgeschmacksrichtungen und war in der Küche lange auf dem Rückzug – aus vielen Gemüsesorten wurde die Bitterkeit gezielt herausgezüchtet. Inzwischen ist sie zurück: in Bitterschokolade, in Chicorée und Radicchio, in Bitterlikören. Mariendistelkraut liefert diese Note in ausgeprägter Form und eignet sich damit als Gegengewicht zu allem, was mild oder süßlich ist.
Bitter · Herb · Kräutrig
Zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Über die Ziehzeit lässt sich die Bitterkeit gut steuern: Am unteren Ende bleibt der Aufguss zugänglich, mit jeder weiteren Minute wird er kräftiger. Wer das Kraut zum ersten Mal verwendet, beginnt knapp und tastet sich heran – und mischt es in eigenen Kompositionen zunächst nur in kleinem Anteil bei.
Eine Distel mit eigener Legende, weiß marmorierten Blättern und einem Geschmack, der keinen Zweifel lässt: bitter.
Der Name Mariendistel geht auf eine Legende zurück: Auf der Flucht nach Ägypten habe die Distel der Heiligen Jungfrau Maria mit ihren Blättern ein Dach gebildet, und einige Tropfen Muttermilch seien darauf gefallen – daher die weiße Marmorierung. Gebräuchlich sind auch Frauendistel und Christi Krone.
Mariendistelkraut schmeckt deutlich und unverstellt bitter – das ist die prägende Eigenschaft, kein Nebenton. Darunter liegt eine trockene, kräutrig-herbe Grundnote ohne jede Süße. Die Bitterkeit nimmt mit der Ziehzeit spürbar zu und lässt sich darüber gut steuern.
Es sind unterschiedliche Teile derselben Pflanze. Das Kraut umfasst die oberirdischen grünen Teile und wird geschnitten gehandelt. Die Früchte, umgangssprachlich Samen genannt, sind die reifen Körner aus den abgeblühten Körbchen; sie werden ganz oder gemahlen angeboten. Hier handelt es sich um das Kraut.
Mariendistelkraut wird aus etwa einem Teelöffel je 150 ml zubereitet, übergossen mit sprudelnd kochendem Wasser und zugedeckt 5 bis 10 Minuten gezogen. Das entspricht der Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung für Kräutertees. Eine kürzere Ziehzeit ergibt einen milderen, eine längere einen deutlich bittereren Aufguss.
Die Bitterkeit lässt sich auf drei Wegen mildern: kürzer ziehen lassen, mit Honig oder Agavendicksaft süßen, oder das Kraut nur als kleinen Anteil in eine Mischung mit milden Blüten wie Linde oder Holunder geben. Dort wird die Bitternote zum Gerüst statt zur Hauptsache.
Die Mariendistel wird 60 bis 150 Zentimeter hoch und gehört damit zu den größten heimisch verbreiteten Disteln. Von Juni bis September trägt sie purpurrote Körbchenblüten. Kennzeichnend sind die weißlich marmorierten Blätter, deren Lappen in gelbe Dornen auslaufen.
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