Von Hand abgeschöpft, unraffiniert und ungesiebt – das Salz für den letzten Handgriff kurz vor dem Servieren.
Fleur de Sel – auf Spanisch Flor de Sal – ist die hauchdünne Kristallschicht, die sich bei windstillem, warmem Wetter auf der Wasseroberfläche der Salzgärten bildet. Dieses Salz stammt aus dem Naturpark „Salinas de la Trinidad“ an der spanischen Costa Dorada, wo die Kruste an ruhigen Tagen mit der Lousse abgeschöpft wird, einem eigens dafür entworfenen Holzwerkzeug. Zurück bleiben weiße bis leicht graue Salzplättchen unterschiedlicher Größe mit etwa 1 bis 5 % Restfeuchte. Eine technische Siebung findet bewusst nicht statt – sie würde die typische Kornstruktur zerstören; gereinigt wird visuell von Hand.
Fleur de Sel ist kein Kochsalz, sondern ein Finishing-Salz: Es kommt erst auf das fertige Gericht, wenn nichts mehr erhitzt wird. Genau dann bleiben die Plättchen ganz und zergehen erst auf der Zunge – dieser kurze Biss ist der eigentliche Grund, warum man es einsetzt.
Mild · Mineralisch · Knackig
Sparsam dosieren und immer zuletzt einsetzen: Wer Fleur de Sel mitkocht, löst die Plättchen auf und bekommt gewöhnliches Salzwasser – der Biss, für den man es kauft, ist dann dahin. Gewürzt wird also nach dem Garen, nach dem Anrichten, direkt vor dem ersten Bissen.
Ein Handgriff am Ende – und aus einem guten Gericht wird eines, an das man sich am nächsten Tag noch erinnert.
Das Bio Fleur de Sel del Costa Dorada wird im Naturpark Salinas de la Trinidad an der spanischen Costa Dorada gewonnen. Ruhige, windstille Tage sind entscheidend: Nur dann lässt sich die hauchdünne Kruste mit der Lousse, einem traditionellen Holzschöpfer, von der Wasseroberfläche abnehmen.
Fleur de Sel del Costa Dorada bildet flache, unregelmäßige Plättchen aus spanischem Meerwasser der Costa Dorada, während Pyramidensalz als hohle Vierkantpyramide aus Meerwasser des Indischen Ozeans wächst. Beide werden von Hand geerntet, unterscheiden sich aber deutlich in Form und Ursprungsregion.
Fleur de Sel verteilt sich gleichmäßig, wenn man eine Prise zwischen Daumen und Zeigefinger zerreibt und sie aus etwa zehn Zentimetern Höhe über das Gericht fallen lässt. So bleiben die Plättchen locker verteilt, statt sich an einer Stelle zu sammeln.
Fleur de Sel enthält je nach Charge etwa 1 bis 5 % Restfeuchte, weil es unraffiniert und ohne technische Trocknung abgefüllt wird. Deshalb gehört es nicht in eine Salzmühle: Die feuchten Plättchen verkleben das Mahlwerk. Zwischen den Fingern zerreiben funktioniert besser.
Salz ist kein landwirtschaftliches Erzeugnis, fällt seit der EU-Öko-Verordnung 2018/848 aber in den Anwendungsbereich der ökologischen Zertifizierung: Anhang I nennt Meersalz und andere Salze für Lebens- und Futtermittel ausdrücklich. Geprüft werden Gewinnung, Verarbeitung und Abfüllung, hier unter der Öko-Kontrollnummer DE-ÖKO-006.
Fleur de Sel del Costa Dorada ist nicht jodiert. Es besteht zu 100 % aus unraffiniertem Meersalz und enthält weder Rieselhilfen noch Fluor oder sonstige Zusätze. Auch gebleicht wird es nicht – die leicht graue Tönung einzelner Plättchen bleibt sichtbar.
Mehr zu Herkunft, Aroma und Verwendung: Fleur de Sel im Gewürzlexikon →
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