Grüne Mate, geschnitten – ungeröstet und damit herb-krautig statt rauchig, mit kräftig grünem Aufguss.
Mate stammt von Ilex paraguariensis, einem immergrünen Gewächs aus der Familie der Stechpalmen – botanisch also ein Verwandter der heimischen Stechpalme. Der Strauch kann bis zu vierzehn Meter hoch werden, weshalb auch vom Matebaum die Rede ist. Entscheidend für den Charakter ist die Verarbeitung nach der Ernte: Wird das Blatt geröstet, entsteht die dunklere, rauchige Variante. Hier handelt es sich um grüne Mate, also ungeröstete Blätter – herb und krautig im Geschmack, mit einem kräftig grünen Aufguss. In vielen lateinamerikanischen Ländern ist Mate das Nationalgetränk und von Natur aus koffeinhaltig.
In Argentinien, Uruguay, Paraguay und Südbrasilien ist Mate weit mehr als ein Getränk – er wird geteilt, herumgereicht und gehört zum Tagesablauf. Bei uns landet er meist in Kanne oder Tasse, und auch das funktioniert gut: Grüne Mate gibt ihr Aroma bereitwillig ab und lässt sich mehrfach aufgießen.
Herb · Krautig · Grasig
Drei bis fünf Teelöffel auf einen Liter, je nach gewünschter Stärke. Anschließend abseihen – oder die Blätter für einen zweiten und dritten Aufguss aufheben, was bei Mate ausdrücklich üblich ist und mit jedem Durchgang einen milderen Aufguss ergibt. Wer den Geschmack zum ersten Mal probiert, bleibt bei der Ziehzeit zunächst am unteren Ende.
Herb, krautig und kräftig grün – die ungeröstete Seite eines Getränks, das in Südamerika von Hand zu Hand geht.
Grüne und geröstete Mate stammen von derselben Pflanze und unterscheiden sich in der Verarbeitung nach der Ernte. Grüne Mate bleibt ungeröstet und schmeckt herb, krautig und grasig, der Aufguss ist kräftig grün. Geröstete Mate wird zusätzlich erhitzt und erhält dadurch ihren typisch rauchigen, milderen Charakter.
Grüne Mate schmeckt herb und krautig mit einer grasig-frischen Note, arttypisch und ohne jede Rauchigkeit. Der rauchige Ton, den viele mit Mate verbinden, entsteht erst beim Rösten. Der Aufguss fällt kräftig grün aus und unterscheidet sich auch optisch von gerösteter Ware.
Mate enthält von Natur aus Koffein, ebenso wie Tee und Kaffee. Der Gehalt im fertigen Aufguss hängt von der Dosierung, der Ziehzeit und der Zahl der Aufgüsse ab und nimmt mit jedem weiteren Aufguss ab. Kräutertees aus Blüten oder Blättern anderer Pflanzen enthalten dagegen kein Koffein.
Mate wird aus etwa drei bis fünf Teelöffeln je Liter zubereitet, übergossen mit sprudelnd kochendem Wasser und 5 bis 10 Minuten gezogen. Das entspricht der Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung für Kräutertees. Eine kürzere Ziehzeit ergibt einen milderen Aufguss.
Die Kalebasse ist ein ausgehöhlter Flaschenkürbis, aus dem Mate in Südamerika traditionell getrunken wird. Die Bombilla ist das dazugehörige Metalltrinkrohr mit einem Sieb an der Spitze, das die Blätter zurückhält. Beides wird in geselliger Runde herumgereicht und immer wieder neu aufgegossen.
Mate lässt sich mehrfach aufgießen, und in Südamerika ist genau das üblich – die Kalebasse wird über die Runde hinweg immer wieder neu befüllt. Auch aus der Kanne lohnen sich ein zweiter und dritter Aufguss. Mit jedem Durchgang wird der Aufguss milder.
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