Salz ist nicht gleich Salz – und selten sieht man das so deutlich wie an diesen filigranen Pyramidenflocken.
Pyramidensalz ist ein Fleur de Sel in ungewöhnlicher Form: Meerwasser aus dem Indischen Ozean wird in Verdunstungsbecken von Sonne und Wind zu einer Sole eingedickt. Ist diese mit rund 26 % Salzgehalt gesättigt, bilden sich an der Wasseroberfläche feine Kristalle, die zu kleinen, innen hohlen Vierkantpyramiden zusammenwachsen. Geerntet wird von Hand, bevor die Pyramiden zu schwer werden und absinken – danach trocknen sie mit reiner Sonnenenergie. Zurück bleiben weiße bis leicht gräuliche Flocken von etwa 2 bis 12 mm, unraffiniert und ungebleicht.
Pyramidensalz ist ein Fingersalz: Es kommt zum Schluss auf das fertige Gericht, dorthin, wo man es auch sieht. In der Sauce oder im Kochwasser löst sich die Pyramide sofort auf – dann bleibt gewöhnliches Salz übrig und die ganze Struktur ist dahin.
Mild · Zartschmelzend · Knusprig
Sparsam dosieren und immer zuletzt einsetzen. Eine Prise zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und die Flocken leicht auf die Speise drücken, statt sie zu zerreiben – so bleiben die Pyramiden ganz und geben beim ersten Bissen ihren kurzen Knack ab.
Kein Salz zum Kochen, sondern eines zum Auflegen – und für den kurzen Blick auf den Teller, bevor der erste Bissen kommt.
Pyramidensalz bildet hohle Vierkantpyramiden aus Meerwasser des Indischen Ozeans, während Fleur de Sel del Costa Dorada als flache Plättchen aus spanischem Meerwasser abgeschöpft wird. Die Pyramidenform bleibt beim vorsichtigen Auflegen erhalten, während sich die spanischen Plättchen zwischen den Fingern zerreiben lassen.
Die Salzpyramiden entstehen in Verdunstungsbecken: Sonne und Wind dicken Meerwasser zu einer Sole ein. Bei etwa 26 % Salzgehalt bilden sich an der Oberfläche Kristalle, die langsam zu hohlen Pyramiden zusammenwachsen. Geerntet wird von Hand, bevor sie absinken.
Pyramidensalz wird sparsam dosiert, meist reichen drei bis vier Flocken pro Portion. Da die Hohlform beim ersten Bissen leicht zerbricht, verteilt sich der Geschmack punktuell und nicht gleichmäßig wie bei feinem Salz – wer nachwürzen möchte, legt lieber eine weitere Flocke auf, statt großzügig zu streuen.
Pyramidensalz gehört nicht in die Mühle. Die Restfeuchte liegt je nach Charge bei bis zu 3 %, vor allem aber zerstört das Mahlwerk die hohlen Pyramiden von 2 bis 12 mm – also die Struktur, wegen der man dieses Salz einsetzt. Besser mit den Fingern auflegen.
Pyramidensalz schmeckt mild salzig und deutlich weicher als grobes Meersalz. Die dünnwandigen Kristalle schmelzen am Gaumen und entfalten dabei drei Stufen: erst lieblich, in der Mitte leicht herb, im Finale angenehm salzig. Der Salzgehalt liegt bei mindestens 98,7 %.
Zu Pyramidensalz auf dem Steak passt grob gemahlener Tellicherry-Pfeffer gut: Seine kräftige Schärfe bildet einen Kontrast zum milden, dreistufigen Salzgeschmack. Beide werden erst nach der Ruhezeit aufgetragen, kurz vor dem Anschneiden, damit Kruste und Pyramidenform erhalten bleiben.
Mehr zu Herkunft, Aroma und Verwendung: Fleur de Sel im Gewürzlexikon →
Es gibt noch keine Bewertungen.
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung