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Piment - das zentrale Gewürz der Jerk-Gewürzmischung aus Jamaika

pikantum KG
2025-06-19 11:41:00
Jamaican Jerk Chicken mit dunkler Marinade auf dem Grill, dazu Pimentbeeren und Gewürze
  • Sommer
  • Karibisch
  • Grillen
  • Marinade

von Simone · 19. Juni 2025

Pimenta dioica
Botanik
Karibik
Herkunft
Warm-würzig
Aroma
Jerk & Wild
Verwendung

Piment – auch Nelkenpfeffer oder im Englischen Allspice genannt – trägt seinen englischen Namen nicht zufällig: Sein Geschmack erinnert an eine Mischung aus Zimt, Muskat und Nelken in einer einzigen Beere. Es sind die getrockneten Beeren des immergrünen Pimentbaums (Pimenta dioica), der hauptsächlich in der Karibik – besonders auf Jamaika – heimisch ist.

Piment ist der Star der jamaikanischen Jerk-Gewürzmischung. Kombiniert mit Chili, Zimt, Thymian, Knoblauch und Frühlingszwiebeln entsteht eine würzig-scharfe Marinade, die traditionell für Hühnchen oder Schwein verwendet wird. In der europäischen Küche findet Piment außerdem oft den Weg an Wildgerichte. Unten findest du unser Rezept für eine authentische Jamaican Jerk Marinade.

Aromaprofil & Verwendung

Was Piment so vielseitig macht

Aromaprofil

  • Warm-würzig, leicht süßlich
  • Erinnert an Zimt, Muskat und Nelken
  • Nicht scharf trotz des Namens
  • Daher der englische Name »Allspice«

Verwendung

  • Jamaikanische Jerk-Marinade
  • Wildgerichte & Schmorbraten
  • Eingelegtes Gemüse & Pökelfleisch
  • Lebkuchen & weihnachtliches Gebäck

Jamaican Jerk Marinade & Chicken

für 4 Hähnchenschenkel · einfach · mindestens 12 h Marinier-Zeit

Zutaten

  • 2Frühlingszwiebeln
  • 2 TLThymian, getrocknet Bio
  • 2 TLPiment, gemahlen Bio
  • 1 TLZimt, gemahlen Bio
  • 1 TLMuskatnuss, gemahlen Bio
  • 2 TLKnoblauchpulver Bio
  • 2 TLZwiebelpulver Bio
  • 1 TLIngwerpulver Bio
  • 2 TLPaprika edelsüß Bio
  • 1 TLschwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 1 TLCayennepfeffer (oder mehr nach Geschmack)
  • 1 TLChilipulver (optional für mehr Schärfe) Bio
  • 1 ELbrauner Zucker
  • 1 TLSalz
  • 1Limette, Saft
  • 1Orange, Abrieb
  • 2 ELApfelessig Bio
  • 2 ELSonnenblumenöl
  • 4Hähnchenschenkel oder -brustfilets
  1. Alle Zutaten für die Marinade zu einer Paste mixen.

  2. 4 Hähnchenschenkel oder Hähnchenbrustfilets damit über Nacht marinieren.

  3. Klassisch wird das Fleisch gegrillt – es kann aber auch im Backofen zubereitet werden.

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Alles, was du wissen musst

Was ist Piment?
Bei Piment (auch Nelkenpfeffer, im Englischen Allspice) handelt es sich um die getrockneten Beeren des immergrünen Pimentbaums (Pimenta dioica). Er ist hauptsächlich in der Karibik heimisch, besonders auf Jamaika. Der englische Name »Allspice« stammt daher, dass der Geschmack an eine Mischung aus Zimt, Muskat und Nelken erinnert – alles in einer einzigen Beere.
Ist Piment das Gleiche wie Pfeffer?
Nein. Piment und echter Pfeffer (Piper nigrum) gehören botanisch nicht zur gleichen Familie. Echter Pfeffer sind die Früchte einer Kletterpflanze (Pfefferstrauch-Familie), während Piment ein Myrtengewächs ist. Scharf ist Piment auch nicht – eher warm-würzig und leicht süßlich. Der deutsche Zweitname »Nelkenpfeffer« ist also irreführend.
Wofür wird Piment verwendet?
Piment ist der Star der typischen Jerk-Gewürzmischung aus Jamaika. Kombiniert mit Chili, Zimt, Thymian, Knoblauch und Frühlingszwiebeln entsteht eine würzig-scharfe Marinade, die traditionell für Huhn oder Schwein verwendet wird – gegrillt oder geräuchert gibt das ein intensives Geschmackserlebnis. In der europäischen Küche findet sich Piment oft an Wildgerichten, in Schmorbraten, eingelegtem Gemüse und sogar in Lebkuchen.
Was ist das Besondere an Piment d’Espelette?
Piment d’Espelette ist kein Verwandter des karibischen Piments, sondern ein milder Chili. Er wird in der Region Espelette im französischen Baskenland angebaut, stammt von der Sorte Capsicum annuum und hat eine kontrollierte Ursprungsbezeichnung (AOP). Charakteristisch sind seine leichte Schärfe (etwa Stufe 4 auf der Scoville-Skala) und ein fruchtig-rauchiges Aroma. Häufig wird er als Pulver verwendet – etwa zu Foie Gras, Fischgerichten oder baskischen Rezepten wie Axoa (Rindfleisch-Schmortopf).
Wie lagere ich Piment am besten?
Lagere Piment kühl, dunkel und trocken in einem gut verschlossenen Behälter, fern von Sonnenlicht und Herd. Ganze Pimentbeeren halten ihr Aroma deutlich länger als gemahlener Piment – daher am besten erst kurz vor Gebrauch in einer Gewürzmühle frisch mahlen. So bleibt das volle Aromenspektrum über viele Monate erhalten.

Simone Wertz

Chefin pikantum · 19. Juni 2025


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