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Zimt

  • Asien
  • Warm-würzig

Zimt gehört zu den ältesten und beliebtesten Gewürzen der Welt – von Weihnachtsgebäck bis zu orientalischen Currys. Bei pikantum® sind zwei Sortenfamilien erhältlich: der milde Ceylon-Zimt und der kräftige Cassia-Zimt, jeweils als Stange oder gemahlen, in Bio-Qualität.

Botanisch stammt Zimt aus der getrockneten Innenrinde verschiedener Bäume der Gattung Cinnamomum, die zur Familie der Lorbeergewächse gehört. Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt unterscheiden sich dabei deutlich in Herkunft, Aroma und dem natürlichen Gehalt des Aromastoffs Cumarin.

Zimt – Gewürzlexikon von pikantum

Was ist Zimt?

Zimt wird aus der getrockneten Innenrinde des Zimtbaums gewonnen, einer immergrünen Pflanze aus der Familie der Lorbeergewächse. Beim Trocknen rollt sich die Rinde zu den charakteristischen Stangen auf, die entweder ganz verkauft oder zu Pulver vermahlen werden. Weltweit gibt es über 250 Zimtarten, im Gewürzhandel haben sich jedoch zwei Hauptsorten etabliert: Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt.

Herkunft & Anbau

Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum) stammt überwiegend aus Sri Lanka; die Bäume werden alle zwei bis drei Jahre geerntet, die feine, mehrschichtige Rinde wird von Hand gerollt. Cassia-Zimt (Cinnamomum cassia und verwandte Arten) wird vor allem in China, Vietnam, Indonesien und Myanmar angebaut, wo die Bäume sieben bis zehn Jahre reifen, bevor die deutlich dickere Rinde einmalig geerntet wird.

Geschmack & Aroma

Ceylon-Zimt schmeckt mild, fein-süßlich und leicht blumig, während Cassia-Zimt deutlich kräftiger, würziger und schärfer im Aroma ist. Ein natürlicher Unterschied zwischen den Sorten zeigt sich auch im Gehalt des Aromastoffs Cumarin: Cassia-Zimt enthält im Durchschnitt deutlich höhere Cumarin-Werte als Ceylon-Zimt, der nur Spurenmengen davon enthält. Für den alltäglichen, häufigen Gebrauch wird in der Küche daher oft Ceylon-Zimt bevorzugt.

Ausführliche Einordnung: Fragen und Antworten zu Cumarin in Zimt, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Verwendung in der Küche

Ceylon-Zimt eignet sich besonders für Desserts, feines Gebäck sowie Heißgetränke wie Chai, Punsch und Glühwein, da sein mildes Aroma andere Zutaten nicht überlagert. Cassia-Zimt ist dagegen der Klassiker in Lebkuchen, Spekulatius und Zimtsternen und passt auch gut zu orientalischen, herzhaften Gerichten wie Tajines und Currys. In Deutschland wird auf Verpackungen häufig nur allgemein „Zimt“ angegeben, ohne die Sorte zu nennen – hierbei handelt es sich im Handel praktisch immer um Cassia-Zimt.

Lagerung

Sowohl Zimtstangen als auch gemahlener Zimt gehören luftdicht verschlossen an einen dunklen, kühlen Ort. Ganze Zimtstangen halten ihr Aroma dabei deutlich länger als bereits gemahlene Ware.

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Passende Rezepte

Gut zu wissen

Welcher Zimt ist der beste?
Das hängt vom Gericht ab: Ceylon-Zimt überzeugt mit einem milden, fein-süßlichen Aroma, das sich gut für Desserts und feines Gebäck eignet, während Cassia-Zimt kräftiger und würziger schmeckt und sich klassisch in Lebkuchen, Spekulatius und orientalischen Gerichten macht. Es gibt also nicht den einen "besten" Zimt, sondern die passende Sorte für den jeweiligen Einsatzzweck.
Warum kein Ceylon-Zimt?
Diese Frage entsteht oft aus einem Missverständnis: Viele verwechseln Ceylon-Zimt mit dem kräftigeren Cassia-Zimt und meinen eigentlich, warum sie auf Cassia verzichten sollten. Tatsächlich ist Ceylon-Zimt die mildere, gut handhabbare Sorte, die sich vielseitig einsetzen lässt – gegen die Verwendung von Ceylon-Zimt spricht kulinarisch nichts.
Ist Kardamom Zimt?
Nein, Kardamom und Zimt sind zwei völlig unterschiedliche Gewürze. Zimt stammt aus der Rinde des Zimtbaums, während Kardamom die Samenkapseln eines Ingwergewächses sind – beide werden zwar oft gemeinsam in Weihnachtsgebäck und Chai verwendet, gehören botanisch aber verschiedenen Pflanzenfamilien an.
Was ist der Unterschied zwischen Zimtstangen und gemahlenem Zimt?
Zimtstangen bestehen aus der noch erkennbaren, aufgerollten Rinde und geben ihr Aroma langsam beim Mitkochen ab, lassen sich danach aber leicht wieder aus dem Gericht entfernen. Gemahlener Zimt entfaltet sein Aroma sofort und vollständig, eignet sich daher besonders für Backwaren und Gerichte, in denen er nicht mehr entfernt werden soll.
In welchen Gerichten wird Zimt verwendet?
Zimt gehört zu Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen, Spekulatius und Zimtsternen, verfeinert Milchreis, Apfelkuchen und Porridge und ist fester Bestandteil von Chai, Glühwein und Punsch. In der orientalischen Küche kommt Zimt zudem in Tajines, Currys und Reisgerichten zum Einsatz.

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