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Vanille

  • Indischer Ozean
  • Süß-blumig

Vanille gilt als Königin der Gewürze und ist nach Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt. Bei pikantum® sind zwei besondere Bio-Sorten erhältlich: die klassische Bourbon-Vanille aus dem Indischen Ozean und die seltenere Tahitensis aus Papua-Neuguinea, jeweils als ganze Schote oder gemahlen.

Botanisch handelt es sich um die fermentierten Schoten kletternder Orchideen der Gattung Vanilla, deren komplexes Aroma aus über 250 verschiedenen Aromastoffen entsteht. Das unterscheidet echte Vanille deutlich von synthetischem Vanillin, das lediglich eine einzelne Hauptkomponente liefert.

Vanille – Gewürzlexikon von pikantum

Was ist Vanille?

Vanille sind die fermentierten und getrockneten Schoten kletternder Orchideengewächse der Gattung Vanilla. Die Blüten müssen von Hand bestäubt werden, und die zunächst geruchsneutralen grünen Schoten reifen acht bis neun Monate am Stock, bevor eine mehrmonatige Fermentation und Trocknung das charakteristische Aroma entstehen lässt.

Herkunft & Anbau

Bei pikantum® kommen zwei Bio-Sorten zum Einsatz: Bourbon-Vanille (Vanilla planifolia) stammt aus dem Indischen Ozean, vor allem aus Madagaskar, La Réunion und den Komoren. Die selteneren Tahitensis-Schoten (Vanilla tahitensis) stammen aus Papua-Neuguinea und bringen ein eigenständiges Aromaprofil mit.

Geschmack & Aroma

Bourbon-Vanille schmeckt süß-cremig und klassisch, mit den intensiven Vanillin-Noten, die die meisten Menschen sofort mit „Vanille“ verbinden. Tahitensis dagegen ist deutlich blumig-fruchtiger und zeigt feine Anklänge von Kirsche und Anis.

Verwendung in der Küche

Zur Verwendung wird die Schote der Länge nach aufgeschnitten und das Mark mit der Messerrückseite herausgekratzt; auch die ausgekratzte Schote gibt beim Mitziehen noch Aroma ab. Eine Schote reicht für etwa 500 Milliliter Flüssigkeit oder vier Portionen Dessert – Bourbon passt klassisch zu Crème brûlée, Vanilleeis und Gebäck, während Tahitensis sich besonders für Fruchtdesserts, gegrillten Fisch und Cocktails eignet.

Lagerung

Vanilleschoten gehören luftdicht verpackt an einen dunklen Ort bei 15 bis 18 Grad – nicht in den Kühlschrank, da dort Feuchtigkeit die Schimmelbildung begünstigt. Am besten werden die Schoten einzeln statt zusammengepresst gelagert, so bleiben Aroma und Geschmeidigkeit über Monate erhalten.

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Passende Rezepte

Gut zu wissen

Was ist der Unterschied zwischen Vanille und Vanillin?
Echte Vanille enthält über 250 verschiedene Aromastoffe und bietet dadurch ein komplexes, vielschichtiges Aroma. Synthetisches Vanillin wird industriell hergestellt und liefert dagegen nur eine einzelne Hauptaromakomponente, wodurch es geschmacklich deutlich eindimensionaler wirkt.
Was ist der Unterschied zwischen Vanille und Bourbon-Vanille?
Bourbon-Vanille ist keine eigene Pflanzenart, sondern die klassische Handelsbezeichnung für Vanilla planifolia aus dem Indischen Ozean, vor allem aus Madagaskar, La Réunion und den Komoren. Der Name „Bourbon" bezieht sich auf die frühere Bezeichnung dieser Inselregion und nicht auf eine andere Vanillesorte.
Wo kommt die echte Vanille her?
Echte Vanille stammt ursprünglich von kletternden Orchideen aus Mittelamerika, wird heute aber überwiegend im Indischen Ozean und im Pazifik angebaut. Bei pikantum® kommt die klassische Bourbon-Vanille aus Madagaskar, La Réunion und den Komoren, die selteneren Tahitensis-Schoten aus Papua-Neuguinea.
Warum ist echte Vanille so teuer?
Die Blüten müssen einzeln von Hand bestäubt werden, und die Schoten benötigen acht bis neun Monate Reifezeit, gefolgt von einer mehrmonatigen Fermentation und Trocknung. Hinzu kommen Klimaschwankungen und Wetterereignisse in den Anbauregionen, die die Ernte immer wieder stark beeinflussen.
Ist gemahlene Vanille das Gleiche wie Vanillezucker?
Nein. Gemahlene Vanille besteht aus der vollständig vermahlenen Vanilleschote und liefert ein reines, intensives Vanillearoma. Vanillezucker dagegen ist überwiegend Zucker, der lediglich mit Vanillearoma versetzt oder mit wenig echter Vanille aromatisiert wurde.
Ist ein weißlicher Belag auf der Vanilleschote Schimmel?
Nein, ein feiner, kristalliner weißer Belag – auch Givre genannt – ist ein Qualitätsmerkmal und entsteht, wenn Fette, Wachse und Zucker der Schote bei kühler Lagerung auskristallisieren. Echter Schimmel zeigt sich dagegen grünlich oder gräulich-pelzig und tritt nur bei zu feuchter Lagerung auf.
Können ausgekratzte Vanilleschoten weiterverwendet werden?
Ja, auch nach dem Auskratzen steckt im Schotenhüllblatt noch viel Aroma. Getrocknet lässt sich die Schote etwa zum Aromatisieren von Zucker, Milch oder Sahne weiterverwenden oder als Basis für selbst angesetzten Vanilleextrakt.

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