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Schwarzkümmel

  • Vorderasien
  • pfeffrig-nussig

Schwarzkümmel (Nigella sativa) ist der schwarze Samen einer einjährigen Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse und mit Kümmel oder Kreuzkümmel botanisch nicht verwandt. Bei pikantum® sind die ganzen Samen sowohl in Bio-Qualität als auch in konventioneller Qualität erhältlich.

Das Aroma ist pfeffrig-scharf mit nussigem Unterton und tritt beim Anrösten deutlicher hervor. In der türkischen, arabischen und indischen Küche gehören die Samen auf Fladenbrot, in Currys und in klassische Gewürzmischungen.

Schwarzkümmel – Gewürzlexikon von pikantum

Was ist Schwarzkümmel?

Schwarzkümmel bezeichnet die getrockneten Samen von Nigella sativa, einer einjährigen krautigen Pflanze mit blassblauen bis weißen Blüten. Die Samen reifen in Kapselfrüchten heran, sind mattschwarz, etwa 2 bis 3 Millimeter lang und deutlich kantig geformt.

Gebräuchliche weitere Namen sind Brotwurz, Schwarzkümmelsamen und – im indischen Raum – Kalonji. Der Zusatz „Kümmel" im deutschen Namen bezieht sich allein auf die kleine, dunkle Samenform, nicht auf eine botanische Verwandtschaft.

Herkunft & Anbau

Schwarzkümmel stammt ursprünglich aus Vorderasien und wird heute vor allem in Ägypten, der Türkei, Indien, im Iran und in Syrien angebaut. Die Pflanze erreicht etwa 20 bis 50 Zentimeter Höhe und bevorzugt trockene, warme Sommer.

Geerntet werden die Kapselfrüchte nach der Abreife, anschließend werden die Samen ausgedroschen und getrocknet. Für die Bio-Ware gilt die Zertifizierung nach EU-Öko-Verordnung, erkennbar an der Codenummer DE-ÖKO-006.

Geschmack & Aroma

Schwarzkümmel schmeckt pfeffrig-scharf mit nussiger, leicht bitterer Note. Die ätherischen Öle der Samen enthalten unter anderem p-Cymen, das den würzig-pfeffrigen Charakter prägt.

Kurzes Anrösten in der trockenen Pfanne verstärkt das nussige Aroma spürbar. Im Vergleich zu Kreuzkümmel fehlt Schwarzkümmel die warm-erdige Tiefe, dafür bringt er eine schärfere, an Pfeffer erinnernde Spitze mit.

Verwendung in der Küche

Schwarzkümmel würzt klassisch türkisches Fladenbrot, indisches Naan und herzhafte Brotteige – in Deutschland trug er deshalb den Namen Brotwurz. In der bengalischen Küche gehört er zur Fünf-Gewürze-Mischung Panch Phoron, zusammen mit Bockshornklee, Fenchel, Kreuzkümmel und Senfsaat.

Zu Lamm, Kartoffeln, Reis, Chutneys und Käsezubereitungen passen die ganzen Samen besonders gut. Ein Teelöffel reicht für ein Backblech Zwiebelkuchen; die Samen werden entweder mitgebacken oder kurz in Öl angeröstet über das fertige Gericht gegeben.

Lagerung

Schwarzkümmelsamen werden dunkel, trocken und luftdicht verschlossen aufbewahrt, am besten in einem Glas fern von Herd, Spülmaschine und Fensterbank. Wärme und Licht lassen die ätherischen Öle schneller verfliegen.

Ganze Samen halten ihr Aroma deutlich länger als gemahlene Ware, weil die Öle im Inneren geschützt bleiben. Gemahlen wird deshalb erst kurz vor der Verwendung, etwa im Mörser.

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Passende Rezepte

Gut zu wissen

Sind schwarzer Sesam und Schwarzkümmel das Gleiche?
Schwarzer Sesam und Schwarzkümmel sind zwei verschiedene Gewürze. Schwarzer Sesam stammt von Sesamum indicum, hat flache, ovale, glänzende Samen und schmeckt mild-nussig. Schwarzkümmel (Nigella sativa) hat mattschwarze, kantige Samen und ein deutlich pfeffrigeres Aroma.
Was ist der Unterschied zwischen Kümmel und Schwarzkümmel?
Kümmel und Schwarzkümmel gehören zu verschiedenen Pflanzenfamilien. Kümmel (Carum carvi) ist ein Doldenblütler mit hellbraunen, längsgerippten Samen und herb-anisartigem Aroma. Schwarzkümmel (Nigella sativa) gehört zu den Hahnenfußgewächsen, ist schwarz, kantig und schmeckt pfeffrig-nussig. Mehr dazu im Lexikoneintrag Kümmel.
Was würzt man mit Schwarzkümmel?
Schwarzkümmel würzt vor allem Brot und Fladenbrot, indische Currys, Linsen- und Kartoffelgerichte sowie Lamm. Die ganzen Samen werden auf Teiglinge gestreut oder kurz in Öl angeröstet und über das fertige Gericht gegeben. Auch zu Käsezubereitungen, Chutneys und Kürbis passt das pfeffrig-nussige Aroma.
Was ist der Unterschied zwischen Schwarzkümmel und Kreuzkümmel?
Schwarzkümmel und Kreuzkümmel sind botanisch nicht verwandt. Kreuzkümmel (Cuminum cyminum) ist ein Doldenblütler mit hellbraunen, gerillten Samen und warm-erdigem Aroma, das die orientalische, indische und mexikanische Küche prägt. Schwarzkümmel (Nigella sativa) ist schwarz, kantig und pfeffrig und wird meist ganz über Brot und Gemüse gestreut. Ausführlich verglichen im Artikel Kreuzkümmel, Kümmel, Schwarzkümmel und Ajowan.
Ist Schwarzkümmel Cumin?
Schwarzkümmel ist nicht Cumin. Cumin ist die englische Bezeichnung für Kreuzkümmel (Cuminum cyminum); Schwarzkümmel heißt im Englischen black seed, nigella oder kalonji. Rezepte aus dem englischsprachigen Raum meinen mit Cumin also immer Kreuzkümmel.
Muss Schwarzkümmel vor der Verwendung geröstet werden?
Schwarzkümmel muss nicht geröstet werden, gewinnt durch kurzes Anrösten aber deutlich an nussiger Tiefe. Ein bis zwei Minuten in der trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze genügen, bis die Samen zu duften beginnen. Auf Brotteiglingen wird Schwarzkümmel ungeröstet aufgestreut und röstet im Ofen mit.
Wird Schwarzkümmel ganz oder gemahlen verwendet?
Schwarzkümmel wird überwiegend ganz verwendet, weil die kleinen Samen weder stören noch geschält werden müssen. Gemahlen verteilt sich das Aroma schneller in Teigen und Marinaden, verfliegt aber auch rascher. Bei pikantum sind die Samen ganz erhältlich und lassen sich bei Bedarf frisch im Mörser zerstoßen.

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