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Kardamom

  • Südindien
  • süßlich-frisch

Kardamom zählt zu den ältesten und kostbarsten Gewürzen der Welt – pikantum® bietet ihn in ganzen Kapseln an, die das feine Aroma bis zur Verwendung optimal schützen. Nur Safran und Vanille werden auf dem Weltmarkt höher gehandelt, was vor allem auf die vollständig händische Ernte zurückzuführen ist.

Die ganzen Kapseln enthalten die aromatischen Samen, die das eigentliche Gewürz liefern. Wer die Kapseln erst kurz vor der Zubereitung öffnet, holt das vollständige Aromapotenzial aus dem Gewürz heraus.

Kardamom – Gewürzlexikon von pikantum

Was ist Kardamom?

Kardamom (Elettaria cardamomum) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und damit botanisch mit Ingwer, Kurkuma und Galgant verwandt. Die Pflanze bildet ein kräftiges Rhizom und erreicht in den Tropen Wuchshöhen von zwei bis über drei Metern. Als Gewürz werden die getrockneten Samenkapseln verwendet, die die eigentlich aromatischen Samen umschließen.

Herkunft & Anbau

Kardamom stammt ursprünglich aus den feuchten Bergregenwäldern Südindiens und Sri Lankas, wo er in schattigen, humosen Lagen unter tropischen Bedingungen gedeiht. Heute gehören neben Indien auch Guatemala, Tansania und weitere tropische Länder zu den wichtigsten Anbaugebieten. Die Ernte ist vollständige Handarbeit: Jede Kapsel wird einzeln gepflückt, bevor sie reif aufplatzt und die Samen verloren gehen – dieser aufwendige Prozess macht Kardamom zu einem der teuersten Gewürze weltweit.

Geschmack & Aroma

Das Aromaprofil von Kardamom ist vielschichtig und komplex: süßlich, blumig und fruchtig, mit einer frischen, leicht mentholigen Note sowie Anklängen von Eukalyptus und einer dezenten Schärfe. Verantwortlich für dieses Profil sind die ätherischen Öle der Samen, allen voran Monoterpene wie 1,8-Cineol, Limonen und Linalool. Ganze Kapseln sind aromatisch deutlich intensiver als fertig gemahlenes Pulver, da die Hülle die flüchtigen Öle bis zum Öffnen schützt.

Verwendung in der Küche

Kardamom ist in der indischen, arabischen und skandinavischen Küche gleichermaßen verankert: Er ist ein unverzichtbarer Bestandteil von Garam Masala und vielen Curry-Mischungen, aromatisiert arabischen Mokka und indischen Masala Chai und verleiht skandinavischem Gebäck wie Kardamombrötchen seinen charakteristischen Geschmack. In der europäischen Weihnachtsbäckerei findet er sich in Lebkuchen und Spekulatius, harmoniert aber ebenso mit Desserts, Obstspeisen, Reisgerichten und herzhaften Fleischgerichten wie Lamm. Für die Zubereitung können ganze Kapseln leicht angestoßen mitgekocht und vor dem Servieren entfernt werden; die herausgelösten Samen lassen sich im Mörser frisch zerstoßen und am Ende des Garvorgangs zugeben.

Lagerung

Ganze Kardamomkapseln an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort in einem luftdicht verschlossenen Behälter aufbewahren – ein Schraubglas oder eine dichte Vorratsdose ist ideal. Licht und Sauerstoff lassen die ätherischen Öle der Samen schnell verflüchtigen, weshalb die Kapseln erst unmittelbar vor der Verwendung geöffnet werden sollten. Bei sachgerechter Aufbewahrung behalten ganze Kapseln ihr Aroma für etwa ein bis zwei Jahre; gemahlener Kardamom verliert seinen Duft und Geschmack hingegen deutlich schneller.

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Passende Rezepte

Gut zu wissen

Ist Kardamom Zimt?
Nein, Kardamom und Zimt sind zwei völlig unterschiedliche Gewürze. Kardamom stammt aus den Kapseln der Pflanze Elettaria cardamomum aus der Familie der Ingwergewächse, während Zimt aus der getrockneten Rinde des Zimtbaums (Cinnamomum) gewonnen wird. Auch Aroma und Verwendung unterscheiden sich deutlich.
Wonach schmeckt Kardamom?
Kardamom hat ein intensives, warm-würziges Aroma mit blumigen, leicht zitrischen und eukalyptus-artigen Noten. Der Geschmack ist süßlich-aromatisch und leicht harzig, mit einer angenehmen Frische im Abgang. Bereits kleinste Mengen genügen, um einer Speise den charakteristischen Kardamom-Charakter zu verleihen.
Was ist der Unterschied zwischen grünem und schwarzem Kardamom?
Grüner Kardamom (Elettaria cardamomum) stammt vorwiegend aus Indien, Sri Lanka und Guatemala und besitzt das klassische süßlich-blumige Aroma. Schwarzer Kardamom (Amomum subulatum) wird hauptsächlich im Himalaya-Raum angebaut und schmeckt deutlich kräftiger und rauchig-erdig, da die Kapseln traditionell über offenem Feuer getrocknet werden. Die beiden Sorten lassen sich in Rezepten nicht ohne weiteres austauschen.
Wie kann man Kardamom ersetzen?
Ein vollständiger Ersatz ist schwierig, da Kardamom ein einzigartiges Aromaprofil besitzt. Als Annäherung eignen sich Mischungen aus Zimt und Muskatnuss, Zimt und Ingwer oder eine kleine Menge Garam Masala. Der Charakter des Gerichts verändert sich dabei allerdings deutlich.
Wie verwendet man Kardamom richtig?
Ganze Kapseln entfalten ihr Aroma am besten, wenn sie vor der Verwendung leicht angedrückt oder im Mörser angestoßen werden. Gemahlener Kardamom wird erst gegen Ende der Garzeit zugegeben, damit sich die feinen Aromastoffe nicht verflüchtigen. Für vier Portionen genügen meist zwei bis drei Kapseln oder eine knappe Messerspitze gemahlener Kardamom.
Welche Inhaltsstoffe geben Kardamom sein Aroma?
Das charakteristische Aroma stammt vor allem von ätherischen Ölen, deren Hauptkomponenten 1,8-Cineol (eukalyptus-artige Note) und α-Terpinylacetat (blumig-fruchtige Note) sind. Daneben enthält Kardamom geringe Mengen weiterer Terpene wie Limonen und Sabinen, die die Aromenvielfalt abrunden.
In welchen Produktformen ist Kardamom bei pikantum erhältlich?
pikantum führt Kardamom in mehreren Formen: ganze Kapseln in konventioneller und in Bio-Qualität, gemahlenen Kardamom sowie Kardamomsaat (die Samen ohne Schale). Die ganzen Kapseln eignen sich besonders zum Mitkochen und für Tee, während die gemahlene Form ideal für Backwaren und schnelle Würzung ist.

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