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Gewürznelken

  • Sansibar & Madagaskar
  • warm-würzig

Gewürznelken zählen zu den ältesten und charakteristischsten Gewürzen der Welt und verleihen Weihnachtsgebäck, Glühwein und Rotkohl ihre unverwechselbare warm-würzige Note. pikantum® führt Gewürznelken in konventioneller und in Bio-Qualität, in verschiedenen Gebindegrößen.

Bei den Nelken, die im Gewürzregal stehen, handelt es sich um die getrockneten Blütenknospen des immergrünen Gewürznelkenbaums Syzygium aromaticum. Die charakteristische Nagelform gibt dem Gewürz seinen Namen: Das lateinische Wort „clavus" bedeutet Nagel.

Gewürznelken – Gewürzlexikon von pikantum

Was sind Gewürznelken?

Gewürznelken (Syzygium aromaticum) sind die getrockneten, noch nicht geöffneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Die Bezeichnung „Gewürznelken" grenzt das Küchengewürz eindeutig von der gleichnamigen Zierpflanze Dianthus ab, die botanisch nichts damit zu tun hat. Charakteristisch für das Aroma ist der hohe Anteil an Eugenol, das rund 70 bis 90 Prozent des ätherischen Öls ausmacht.

Herkunft & Anbau

Der Gewürznelkenbaum stammt ursprünglich von den Molukken in Indonesien, wo er bereits vor über zweitausend Jahren kultiviert wurde. Heute wird die Gewürznelke vor allem auf Sansibar, in Madagaskar, Sri Lanka und Indonesien angebaut. Die Ernte erfolgt in Handarbeit: Die Blütenknospen werden gepflückt, bevor sie sich öffnen, und anschließend in der Sonne getrocknet, wodurch sie ihre typische dunkelbraune Farbe erhalten.

Geschmack & Aroma

Gewürznelken haben ein sehr intensives, warm-würziges Aroma mit ausgeprägten holzigen und leicht scharfen Noten. Der Geschmack ist bittersüß mit einer betäubenden Empfindung auf der Zunge, verursacht durch den hohen Eugenol-Gehalt der ätherischen Öle. Bereits zwei bis vier Nelken reichen aus, um einer Speise für vier Portionen eine kräftige Aromanote zu verleihen.

Verwendung in der Küche

In der europäischen Küche sind Gewürznelken fest mit der Weihnachtszeit verbunden: Sie aromatisieren Lebkuchen, Spekulatius, Glühwein, Punsch und Feuerzangenbowle. In der herzhaften Küche verfeinern sie Rotkohl und Sauerbraten-Marinaden und werden zum Bespicken von Zwiebeln für kräftige Fonds verwendet. Die indische, arabische und afrikanische Küche nutzen Gewürznelken traditionell in Currymischungen, im arabischen Kaffee und in Reisgerichten. Wer den gemahlenen Nelken bevorzugt, findet ihn im pikantum-Sortiment in Bio-Qualität.

Lagerung

Gewürznelken sollten in einem luftdicht verschlossenen Behälter kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Ganze Nelken behalten ihr intensives Aroma etwa zwei bis drei Jahre – deutlich länger als gemahlene Ware, da die feste Struktur die ätherischen Öle im Inneren einschließt. Für die beste Aromenqualität empfiehlt es sich, ganze Nelken kurz vor der Verwendung frisch zu mörsern oder zu mahlen.

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Gut zu wissen

Was ist der Unterschied zwischen Nelken und Gewürznelken?
Zwischen Gewürznelken und Nelken besteht ein wichtiger Unterschied in der Bedeutung: Der Begriff „Nelken" wird umgangssprachlich sowohl für das Gewürz als auch für die Zierpflanze der Gattung Dianthus verwendet, während „Gewürznelken" ausschließlich das Küchengewürz meint. Botanisch handelt es sich um zwei völlig verschiedene Pflanzen: Gewürznelken sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums (Syzygium aromaticum), Zier-Nelken gehören zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).
Sind Nelken und Gewürznelken das Gleiche?
Sprachlich sind Nelken und Gewürznelken nicht dasselbe. Wenn im Küchenkontext von „Nelken" die Rede ist, sind zwar meist Gewürznelken gemeint – der Begriff kann aber auch die botanisch völlig unterschiedliche Zierpflanze Dianthus bezeichnen. Um Missverständnisse zu vermeiden, spricht man beim Gewürz eindeutig von Gewürznelken.
Wie isst man Gewürznelken?
Gewürznelken werden in der Küche als Aromageber verwendet und selten direkt gegessen. Ganze Nelken werden beim Mitkochen von Suppen, Fonds, Punsch oder Rotkohl eingesetzt und vor dem Servieren meist wieder entfernt, da sie sehr hart und geschmacksintensiv sind. Gemahlene Gewürznelken werden hingegen direkt in Backwaren, Marinaden oder Gewürzmischungen eingerührt und mitverzehrt.
Wo wachsen Gewürznelken?
Der Gewürznelkenbaum (Syzygium aromaticum) stammt ursprünglich von den Molukken-Inseln in Indonesien. Heute liegen die wichtigsten Anbaugebiete auf Sansibar, in Madagaskar, Sri Lanka und Indonesien. Die immergrünen Bäume gedeihen ausschließlich in tropischen Klimazonen und werden bis zu zwölf Meter hoch.
Wie werden Gewürznelken hergestellt?
Für die Ernte werden die noch geschlossenen Blütenknospen des Gewürznelkenbaums von Hand gepflückt, bevor sie sich öffnen. Anschließend trocknen die Knospen mehrere Tage in der Sonne, wobei sie ihre charakteristische dunkelbraune Farbe und die typische Nagelform annehmen. Der Name „Nelke" leitet sich vom lateinischen Wort „clavus" für Nagel ab.
Sollte man Gewürznelken ganz oder gemahlen kaufen?
Ganze Gewürznelken behalten ihr Aroma deutlich länger als gemahlene Ware, weil die ätherischen Öle in der festen Struktur besser eingeschlossen bleiben. Für die beste Aromenqualität empfiehlt es sich, ganze Nelken kurz vor der Verwendung frisch zu mörsern oder zu mahlen. Gemahlene Gewürznelken sind hingegen praktisch für schnelles Würzen von Backwaren, Marinaden und Süßspeisen, in denen ganze Nelken stören würden.

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